Saisonrückblick LLO2015 Part 8

Berlin Bullets gegen T-Birds

Spielstand 0:34

– Heimrecht ? -

Eine Woche vor dem Spiel gegen die Bullets konnten die T-Birds die Kobras im Stadion Wilmersdorf sehen. Bis zur Halbzeit dieses Spiels war alles, abgesehen vom 1. Platz der Thunderbirds in ihrer Gruppe vollkommen normal. Dass die Kobras die Verletzten schonen würden und keine Platzverweise riskieren wollten, war klar. Dann aber drohte das Spiel zu kippen und auch wenn es keine Auswirkungen auf die Tabelle gehabt hätte, taten sich die Kobras unerwartet schwer und hatten Glück, dass die Passempfänger ihres Gegners an dem Tag, vor allem in der Endzone danebengriffen. Selber war deutlich zu merken, dass ohne Ihren QB die Offense nicht mehr ganz so rund lief und erheblich an Durchschlagskraft eingebüßt hatte, was auch eine recht normale Erkenntnis ist. Somit diente dieses Spiel als Warnung, den Gegner nicht zu unterschätzen und warf gleichzeitig die Frage auf, ob die 29 Punkte Unterschied zur Erlangung des Heimrechtes wohl gegen die Bullets aufzuholen wären. Die Frage war auch, wollte man zu Hause spielen oder nicht. Auf Rasen zu spielen ist allgemein viel angenehmer und Kunstrasen bot gegenüber den Kobras keinen Vorteil, trainierten sie doch selber unter der Woche ebenfalls darauf. Aber einen echten Unterschied, von den besseren Plätzen für Zuschauer einmal abgesehen, gab es doch. Die Kobras Plätze sind um einige Meter breiter als es ein Footballfeld sein sollte. Dies wird bisher von den Schiedsrichtern toleriert, ist aber in einem Spiel natürlich ein echter Faktor, gerade was den fast 60 Meter breiten Ausweichplatz in der Forckenbeckstraße, einen bekannten Rugby-Platz, angeht. Dass man eine Run-and-Shoot Offense natürlich lieber auf einem Platz mit regelgerechter Breite von 48,8 Metern spielen möchte, ist natürlich aus Sicht der Thunderbirds verständlich.

Vor dem Spiel waren die Bullets noch nicht vollständig, so dass der Kick off um eine halbe Stunde verschoben wurde. Das Spiel nahm den von den Bullets befürchteten und von den T-Birds erhofften Verlauf. Nachdem sich die Grünen am Anfang noch einige first downs erspielen konnten, begann die gewohnt starke T-Birds-Verteidigung ihnen nicht mehr diese zu gönnen und das Spiel kippte nach einigen Ballverlusten. Bei den Thunderbirds war auch zu merken, dass man es sehr vorsichtig anging, die 29 Punkte aufzuholen, einige Akteure schienen doch schon mehr beim Endspiel zu sein als auf diesem Platz. Mit Sicherheit fiel das auch dem Coaching Staff der Birds auf und klärte dies zur Halbzeit.

Man konnte die T-Birds in der zweiten Hälfte mit ihrer dritten Defense-Formation beobachten, ohne dass der Druck auf den Gegner nennenswert nachließ. Beim Stand von 0:34 im dritten Spielabschnitt brachen dann beide Head Coaches zusammen das Spiel ab, waren die Bullets doch jetzt unter der Mindestspielstärke und die Differenz während der regulären Spielzeit ordentlich aufgeholt worden. Aus Sicht der T-Birds war es ein hohes Risiko gewesen, mit der normalen ersten Garnitur so viel zu spielen und insbesondere den QB nicht zu schonen. Nun war dieses Spiel vorbei und damit stand fest, dass es keine echten Verletzungen gegeben hatte, etwas Glück gehört eben doch auch dazu. Natürlich bleibt ein kleiner Makel, vielleicht hätte es statt des siebenten ZU NULL in dieser Saison auch noch Punkte für die Bullets gegeben, einzig der Glaube und die Möglichkeiten fehlte ihnen. Glauben zeichnete auch die vielen Experten aus, deren Tipp sich auf ein 35:14 für die Kobras bündeln ließ. Aber war das auch der tatsächliche Zustand der Kobras, denn dieser galt nur wenn ihr QB zu 100% fit war und wenn nicht dann… . Ebenso spannend war aber auch der Punkt, wie würde die Defense der Kobras mit der Offense der T-Birds zurechtkommen ? In nur einer Woche würde man es wissen… .- Denn, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

. ...tbc

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