Aufstieg der Berlin Thunderbirds perfekt.

 

Nach einem von der Spannung lebenden Spiel konnte sich die Männermannschaft der T-Birds auf sportlichem Weg für die 4. Liga qualifizieren. Es war ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, welches die etwas über 400 zahlenden Zuschauer, unter ihnen der Sportstadtrat von Berlin Neukölln, Herr Jan-Christopher Rämer, bei gutem Wetter auf dem Heimplatz der T-Birds erleben konnten.

Unter der Leitung, der jederzeit souverän agierenden Schiedsrichtercrew, von Obmann Christoph Meyer (nur 13 Strafen für 160y, incl. eines Platzverweises für einen Kobras-Spieler, für beide Teams zusammen) konnte man sich mal nur auf den Football konzentrieren. Wer jedoch mit einem Touchdown-Festival gerechnet hatte, sah sich entäuscht. Nach einem zu hohen Shotgun-Snap war es Leon Jacobs, der den gegnerischen QB in der End Zone tacklen konnte, und so stand es dann auch nach dem ersten Spielviertel 2:0 für die THB. Jedoch konnte sich früh im zweiten Spielabschnitt Yannik Martens, gewohnt kraftvoll, durchsetzen, der EP ging leider knapp rechts am Pfosten vorbei - Zwischenstand 8:0.

 

Danach zeigten die Berlin Kobras Offense ihr Können und gingen mit wenigen Spielzügen, nicht nur über den Platz, sondern auch noch in die Endzone der T-Birds. Die anschließende 2-Point-Conversion wurde allerdings durch die Defense mit viel Einsatz verhindert. Damit ging es in die Halbzeitpause (8:6 für die THB ). Beiden Teams war die Anspannung deutlich anzumerken und der Wille, in der verbleibenden Spielzeit unbedingt aufzusteigen. Der dritte Abschnitt wurde dann der am härtesten umkämpfte beider Teams. Aber das gut koordinierte Passspiel von Coach Schwabe, vorgetragen durch Christoph Kurzer, nutzte eine kleine Deckungslücke durch Marcel Wegener aus und brachte die T-Birds mit 15:6 in Führung. Die Kobras waren bemüht den Anschluss nicht zu verlieren, verloren aber durch einen Moment der Unbeherrschtheit einen starken Linespieler durch Platzverweis. Die Thunderbirds blieben ihrer Linie treu und liefen durch die Mitte der Kobras Defense, um den Druck dort zu verringern. Kamen die Outside Linebacker des Heimvereins langsam besser klar mit den Spielzügen der Gäste, so fanden die angegriffenen Inside Linebacker der Kobras kein probates Mittel gegen die Läufe. Damit bekamen die in Blau spielenden Gastgeber nun auch noch die Uhr unter Kontrolle und zwangen die Kobras in die Luft zu gehen. Mit dem Anfang des letzten und alles entscheidenden Spielabschnittes kam auch die stärkste Phase der, vor dem Spiel klar favorisierten, in Weiß spielenden Kobras. Hoffnung keimte auf, als der fällige TD dann unter dem lauten Jubel der Gästefans nach gut vorgetragenem Drive einen Zwischenstand von 15:12 (Con. gelang nicht) darstellte.

Aber nun konnte man auch bei den T-Birds deutlich erkennen, dass man hier auf Sieg spielen würde. So konnten die Gäste den geplanten „Onside Kick“ nicht nutzen, und die T-Birds marschierten über den Platz. Wobei man fairer Weise sagen muss, dass der Ball mehr durch die Luft ging als zu erwarten war und somit noch mehr Druck entstand. Zu diesem Zeitpunkt hatte die von Coach Sörensen trainierte Offense Line der T-Birds bereits die Defense recht gut unter Kontrolle. Mit dem kleinen bisschen mehr Zeit fand der QB schließlich Rookie-WR André Kumbischinski, der aus einem Slant an der 50yl einen TD machte und nach dem PAT, durch Gordon G. Gerhardt, den Endstand zum 22:12 herstellte.

 

Mit unter 6 Minuten auf der Uhr versuchten die Kobras sich noch einmal gegen das Schicksal zu stemmen, scheiterten aber wieder an der inzwischen optimal eingestellten und agierenden Defense der Hausherren. Nach dem „turnover on downs“ war dann allen klar, dass die T-Birds die verbleibende Zeit runterspielen würden, auch der Kobras Defense, einzig aufhalten konnte sie die Laufmaschine der Südberliner nicht mehr. Anstatt noch auf einen weiteren TD zu gehen, kniete man dann auf der 1yl der Kobras ab und ließ die Zeit runterlaufen. Dabei zeigten sich die Kobras als faire Verlierer und agierten entsprechend.

Nach dem Abklatschen beider Teams wurde dann durch den anwesenden Ligaobmann, Kai Hoeppner, der Pokal der Landesliga-Ost-Meisterschaft 2015 an den Senior der Mannschaft Aki Scherle übergeben, der ihn im Jubel seiner Mannschaftskameraden in den blauen Himmel hochhob. Nach dem Spiel gab es noch eine kurze Analyse durch den Head Coach des Siegers: „Die vollkommen überraschenden ersten Punkte durch den Safety, habe das gesamte Spiel verändert. Wir haben die Führung nicht einmal wieder abgegeben. Damit haben die Thunderbirds praktisch bewiesen, dass sie auch an die Spitze der Tabelle gehören und der verdiente Aufsteiger sind. Die turnover-rate und die wichtige 3rd and 4th Down Ausbeute auf unserer Seite sowie das Verhindern der gleichen Ausbeute gegen die Kobras, waren dann der Ausschlag zu unseren Gunsten. In 2016 müssen wir das jetzt gegen den Regionalligaabsteiger aus Spandau und die Teams der 4. Liga aus Magdeburg, Chemnitz, Jena, Erfurt und Wernigerode bestätigen.

 

Danke nochmals an die Kobras für ein sportlich hartes und jederzeit faires Endspiel.

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